Unsere Lieblingsbücher im Oktober 2021

Bunte Blätter, bunte Bäume, Buchmesse – alle guten Dinge im Oktober fangen mit B an! Was fängt außerdem mit B an und beschert uns jeden Monat aufs Neue ganz viel Freude? Na klar, Bücher! Im Oktober erscheinen wieder zahlreiche Lese- und Hör-Highlights, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten. Mögen Sie es zauberhaft und wild-romantisch? Der Liebesroman »Fox Crossing – Mein wildes Herz« spielt im US-Bundesstaat Maine, wo der Appalachian Trail am wildesten und unberührtesten ist. »Das Archiv der Träume« ist eine Geschichte des Heranwachsens und des sexuellen Erwachens im ländlichen Amerika – geschrieben von einer der talentiertesten jungen literarischen Stimmen der USA. In »Mordlichter« verschlägt es Ermittlerin Anelie Andersson an den nordschwedischen Polarkreis, der Urban-Romantasy-Roman »Flame & Arrow« spielt vor der träumerischen Kulisse Irlands und in »Auf Basidis Dach« erzählt Mona Ameziane davon, was ihre Herkunft Marokko für sie bedeutet.

Welches Buch hat Ihr Interesse geweckt? Und was möchten Sie im Oktober außerdem gerne lesen und/oder hören? Schreiben Sie es uns!

Einen wunderbaren Büchermonat und eine spannende Buchmesse-Zeit wünscht
Ihr NetGalley-Team

Das sind unsere Lieblingsbücher im Oktober:

Eine Füchsin bringt Glück – und die Liebe

Fox Crossing – Mein wildes Herz
von Melinda Metz

Im idyllischen Fox Crossing in Maine gibt es eine alte Legende: Wer einer Füchsin mit weißem Ohr und weißer Pfote begegnet, dem soll sie Glück bringen. Angeblich hat die Füchsin auch die Großeltern von Annie Hatherley zusammengebracht, trotzdem hält Annie die Legende für ein Märchen, das man Touristen erzählt. Als Nick Ferrone in Annies Laden für Wanderausrüstung auftaucht, sieht sie sofort, dass er nicht bereit ist für die Wildnis des Appalachian Trails, dessen gefährlichste Etappe kurz hinter Fox Crossing beginnt. Doch Nick ist wild entschlossen, sein altes Leben hinter sich zu lassen und in der unberührten Natur neue Kraft zu tanken. Wenig später erweisen sich Annies Warnungen als allzu richtig: Nick verunglückt und gerät in Lebensgefahr. Wie durch ein Wunder wird er von Annie gefunden – woran eine gewisse legendenumwobene Füchsin nicht ganz unschuldig ist. Doch Annie glaubt nun mal nicht an Legenden, und einen Mann wie Nick braucht sie ganz sicher nicht in ihrem Leben! Kann die besondere Gabe der Füchsin der störrischen Annie helfen, ihr Glück zu erkennen?

Eine literarische Auseinandersetzung mit toxischen Beziehungen

Das Archiv der Träume
von Carmen Maria Machado

Endlich scheint in den USA etwas in Bewegung zu geraten: Die gleichgeschlechtliche Ehe rückt in greifbare Nähe und Carmen Maria Machado stürzt sich in ihre erste große Beziehung zu einer Frau, die sich sehr bald als toxisch herausstellt. Kann man darüber schreiben, was wirklich passiert ist, und wenn ja, wie? Machado hat ihre Form gefunden. Mit jedem Kapitel durchschreitet sie ein anderes literarisches Topos: Gespensterhaus, Erotika, Bildungsroman. So entsteht ein Kaleidoskop, das sich genauso mit ihrer religiös geprägten Jugend wie den Stereotypen queerer Beziehungen oder popkulturellen Bezügen auseinandersetzt. Machado gelingt es, sich auf einzigartige Weise, voll Witz, Spielfreude und Lust am Ausprobieren, der harschen Realität von Gewalt in einer queeren Beziehung zu stellen. Am Ende steht ein fesselndes Buch, das die Grenzen autofiktionalen Erzählens sprengt und einmal mehr beweist, dass Machado eine der talentiertesten jungen literarischen Stimmen der USA ist.

Magisch. Atmosphärisch. Prickelnd.

Flame & Arrow: Drachenprinz
von Sandra Grauer
gelesen von Vanida Karun

Die junge Elfenkriegerin Kailey wird ans Trinity College in Dublin geschickt, um den Drachenprinzen Aiden auszuspionieren. Doch der hat einen ähnlichen Auftrag! Die beiden spielen ihre Rollen mit Bravour – bis sie Gefühle füreinander entwickeln …

Kailey ist neu am Trinity College in Dublin. Was keiner weiß: Sie hat ein Geheimnis. Denn sie ist eine Fae, eine Elfenkriegerin, die von ihrer Königin ausgesandt wurde, um das Vertrauen des Drachenprinzen Aiden zu gewinnen. Dadurch erhoffen sich die Fae einen Vorteil im drohenden Krieg zwischen Elfen und Drachen. Doch Kailey ahnt nicht, dass Aiden einen ganz ähnlichen Auftrag hat! Die beiden spielen ihr falsches Spiel mit Bravour – und entwickeln dabei wahre Gefühle füreinander …

Eine Ermittlerin am Polarkreis

Mordlichter
von Madita Winter

Anelie Andersson hat es an eine Polizeistation am nordschwedischen Polarkreis verschlagen. Hier lebt man fast das ganze Jahr in Eis und Schnee. Als sich eine Frau bei ihr meldet, weil ihr siebzehnjähriger Sohn vermisst wird, macht Anelie sich an die Arbeit. Bald wird der Junge unter mysteriösen Umständen überfahren aufgefunden. Doch offenbar wurde er zuvor irgendwo gefangen gehalten. Je intensiver sie ermittelt, desto mehr sagen Anelie ihre Erfahrung und Intuition, dass es um viel mehr geht als um einen Unfall. Bald findet sie heraus, dass es weitere unaufgeklärte Vermisstenfälle in der Gegend gibt.

Das Debüt einer brillanten Erzählerin.

Auf Basidis Dach: Über Herkunft, Marokko und meine halbe Familie
von Mona Ameziane

Zuhause ist für Mona Ameziane der Norden des Ruhrgebiets, aber auch der Norden Marokkos. In ihrem ersten Buch erzählt sie vom Aufwachsen zwischen zwei Kulturen, die mehr zu trennen scheint als drei Stunden Flugzeit, von abenteuerlichen Taxifahrten durchs Atlasgebirge und von einer leeren Dachterrasse voller Erinnerungen. Als Mona ihren Vater fragt, wie oft sie wohl schon in Marokko war, denkt er nur kurz nach und antwortet: »Nimm einfach dein Alter mal eineinhalb, das müsste passen.« Wie genau er auf diese Formel kommt, weiß sie nicht, aber sie ist fest entschlossen, noch mehr Fragen zu stellen. Nicht nur ihrem Vater, sondern auch sich selbst und dem Land, das für sie schon immer mehr war als für die meisten Menschen in Deutschland. Mehr als Urlaubsziel oder »Herkunftsland« in der Zeitung nach einem Terroranschlag – mehr als oberflächliche Orientromantik und rassistische Stereotypen. Ihre Suche führt sie nach Fes zum Haus ihrer Großeltern, nach Agadir, wo sie die reichste Seite des Landes kennengelernt hat, und in abgelegene Dörfer, in denen Menschen beim Wort »Europa« nur verständnislos mit den Achseln zucken.

In diesem magischen Haus geht es drunter und drüber!

Das Haus am Rande der Magie
von Amy Sparks

Taschendiebin Neun stiehlt auf einer ihrer Missionen ein Miniaturhaus von einer Hexe. Es ist so winzig, dass es auf ihre Handfläche passt. Als sie den klitzekleinen Türöffner betätigt, eröffnet sich ihr eine ganz neue magische Welt voller Unmöglichkeiten und verrückter Kreaturen, darunter ein durchgeknallter junger Zauberer und ein Troll in Rüschenschürze. Doch das Haus steht unter einem Fluch, den nur Neun brechen kann …

Spannung mit einem Augenzwinkern

Canterbury Requiem: Ein Krimi aus Kent
von Gitta Edelmann
gelesen von Astrid Schulz

Es regnet und ein kalter Wind fegt durch Canterburys Straßen, als Ella sich nach der Chorprobe von Aileen verabschiedet. Am nächsten Morgen ist Aileen tot. Zunächst sieht alles nach einem Unfall mit Fahrerflucht aus, doch dann stellt sich heraus, dass Aileen starke Beruhigungsmittel im Blut hatte. Entschlossen beginnt Ella, die erst kürzlich nach Canterbury gezogen ist, in Aileens Leben nachzuforschen. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten, häkelnde alte Damen, einen mürrischen Professor, einen pfiffigen Nachbarsjungen, einen ausgesprochen attraktiven jungen Mann im Pub und einen Detective Inspector, der ihr das Leben nicht unbedingt leichter macht …

»Der Tag wird zur Nacht, und die Nacht ist sein.«

Elladur: Das Erwachen
von Angie Delazi

Solange sich Liya erinnern kann, war ihre Magie ein Fluch. Eine Gabe, die sie ablehnt und verheimlichen muss, ein Erbe aus der alten Zeit, das durch genetische Manipulation geschaffen wurde. Als Spionen des Königs von Namoor kann sie dieses Geheimnis wahren und soll mehr über die politische Heirat des verfeindeten Reiches Dar’Angaar herausfinden. Ihre Nerven liegen blank, als sie erfährt, dass ihr ehemaliger Geliebter, Haydn, der zukünftige König von Dar’Angaar sein soll. Während ein Krieg zwischen den Königreichen aufgrund dieser Heirat droht, entschlüsselt sie mit ihrem besten Freund Ewan eine lang verschollene Schriftrolle des untergegangen Königreichs Elladur. Es ist die Rede von einer geheimnisvollen Pforte zu einer anderen Welt, in der die ewige Dunkelheit und ein König auf seine Rache wartet. Doch wer würde solch ein Risiko eingehen? Die Antwort liegt vielleicht näher, als sie ahnt.

Der emotionale Auftakt zur neuen, bewegenden Familiensaga

Der schönste Traum: Gut Benhaim
von Margit Steinborn

Unterfranken 1914. Im Morgengrauen legt das junge Dienstmädchen Klara ihr Neugeborenes vor den Toren eines Gutshofes in der Nähe von Würzburg ab. Das Findelkind ist ein Geschenk des Himmels für den jungen Baron Benhaim und seine Frau – sie adoptieren den kleinen Tobias, der nun eines Tages das Gut erben wird. Rainer Benhaim lässt das Schicksal der Mutter jedoch keine Ruhe. Wer ist sie? Warum hat sie das Kind vor dem Herrenhaus ausgesetzt und was hat das Heiligenbild zu bedeuten, das er bei Tobias gefunden hat? Während das ferne Grollen des Ersten Weltkrieges immer näher kommt, stellt der Baron Nachforschungen an, die sein Leben völlig durcheinanderbringen, denn er kommt nicht nur Klara, sondern auch dem dunklen Geheimnis um den Vater des Kindes auf die Spur …

Über die Rebellion junger Frauen

Die Unzertrennlichen
von Simone de Beauvoir

Ein unveröffentlichter autofiktionaler Roman, leidenschaftlich und tragisch: Sylvie (Simone de Beauvoir) und Andrée (Zaza) sind unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam kämpfen sie gegen den erstickenden Konformismus einer bürgerlichen Gesellschaft, in der Küsse vor der Ehe und freie Gedanken für Frauen verboten sind.
Sylvie bewundert Andrée: Sie scheint so selbständig – und doch gerät gerade sie immer tiefer in die Falle ihrer ach so tugendhaften Familie. Diese trennt Andrée von dem Jungen, den sie liebt. Sylvie will ihrer Freundin helfen. Aber wie?
Als de Beauvoir das Manuskript Sartre zeigte, befand der es zu intim für eine Veröffentlichung. Es blieb in der Schublade. Fast siebzig Jahre später hat de Beauvoirs Adoptivtochter diesen kurzen Roman nun freigegeben und macht damit einen Urtext des frühen Feminismus zugänglich, mehr noch – eine Liebeserklärung de Beauvoirs an ihre Freundin, die so jung sterben musste.

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