RampenlichtMitglieder im Rampenlicht

Der Untertitel „Meine Lesechallenges“ verrät schon, dass Mareikes Blog kein ’stinknormaler‘ Buchblog ist. Tatsächlich kam sie selbst erst durch verschiedenste Lesechallenges überhaupt zum Bloggen. Im Rampenlicht-Interview stellt sich uns die junge Bloggerin zusammen mit ihrem Blog näher vor und beleuchtet dabei das Thema „Lesechallenges“ – für alle, die ihre Auswahl der Lektüre zukünftig vielleicht auch ein wenig dem Zufall überlassen möchten.

mareike-header

Dein Name: Mareike Krause
Dein Blog: Mareikes Bücher. Meine Lesechallenges
Blog-URL: http://meinelesechallenges.blogspot.de/

Wir starten ganz am Anfang: Wie und wann hast du deine Liebe für Bücher entdeckt?

Meine Liebe zu Büchern hat wahrscheinlich schon angefangen, bevor mein Erinnerungsvermögen einsetzt. Seit ich denken kann (und mit ziemlicher Sicherheit auch schon davor) haben mir meine Eltern und Großeltern vorgelesen. Ich kann gar nicht mehr viele Geschichten wirklich benennen, die sie mir und meiner Schwester so eröffneten, aber auf jeden Fall waren die Grimmschen Märchen, „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ und mein damaliges Lieblingssachbuch über Sterne und das Weltall dabei. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir eines Abends bei unserer Gute-Nacht-Geschichte saßen und ich dachte: „So gut wie Mutti möchte ich auch einmal (vor-)lesen können!“.
Als ich dann endlich in die Schule kam, habe ich gerne schon in weitere Kapitel der Fibel geschaut, denn ich hatte mir schon im Kindergarten ein ganz klein wenig das Lesen beigebracht und ich war so stolz, als ich endlich mein erstes Buch selbst gelesen hatte: „Laura kommt in die Schule“ aus der Reihe um Lauras Stern.

Und was liest du jetzt besonders gern?

Ich sage immer, dass ich prinzipiell alles lese, solange es mich anspricht. Meine Lieblingsautorinnen sind (u.a.) Cornelia Funke, J.K. Rowling, Mirjam H. Hüberli, Mackenzi Lee, Kerstin Gier, … Man erkennt also schon ein gewisse Richtung. Mal abgesehen von Horror vielleicht (Ich war schon immer ein kleiner Angsthase…) gibt es aber eigentlich kein Genre, das ich partout nicht lesen würde. Zu einem Großteil lese ich allerdings Jugendliteratur, (Urban) Fantasy und Romane. Im Moment auch gerne mal Sachbücher, v.a. jene die so in die Richtung humoristische Medizin gehen. Mein absoluter Lieblingsverlag ist allerdings das Imprint Königskinder des Carlsen Verlags. Seit ich ihn vor einem guten Jahr kennengelernt habe, bin ich ihm verfallen. Die Bücher behandeln Themen, die häufig sehr gesellschaftskritisch sind, sich mit Problemen auseinandersetzen, die häufig von großer Relevanz sind (über die Zeiten hinaus) und die einfach das Herz berühren und mich als Leserin nachdenklich zurücklassen. Für mich gehören die Königskinder definitiv zum Besten, was es in der Bücherwelt so zu lesen gibt.

Dein Blog Mareikes Bücher trägt den Untertitel “Meine Lesechallenges”. Kannst du kurz erklären, was eine Lesechallenge ist?

Wie schon im Titel steckt, ist das eine Challenge, also eine Herausforderung. Und es hat offensichtlich etwas mit dem Lesen/mit Büchern zu tun. Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Lesechallenges: Bei manchem bekommt man zum Jahresbeginn eine Liste von Aufgaben (à la „Lies ein Buch mit einem grünen Cover!“), die es dann abzuarbeiten gilt. Bei anderen bekommt man Monat für Monat ein paar Aufgaben, die sich dann häufig an einem Monatsmotto orientieren. Bei Verlags-Challenges geht es darum möglichst viele Bücher aus einem bestimmten Verlag zu lesen. Das Spektrum ist sehr weit gestreut und der Kreativität hinter diesen Herausforderungen sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Was findest du besonders reizvoll an den Challenges im Vergleich zum ‘normalen’ Bloggen über Bücher?

Um ehrlich zu sein, kann ich das gar nicht genau sagen. Ich habe (mehr oder weniger) wegen der zahlreichen Lesechallenges angefangen zu bloggen und seit dem gab es keinen Zeitpunkt, an dem ich an keiner Challenge teilgenommen habe. Ich denke, ich würde die Frage einmal abändern in „Was findest du besonders reizvoll an den Challenges im Vergleich zum ‚normalen‘ Lesen?“. Ich mag es nämlich sehr, dass ich durch meine Lesechallenges immer wieder auf Bücher stoße, die ich noch gar nicht kannte, oder die ich vielleicht nie in die Hand genommen hätte. Von der Seite her mischen sie meinen SuB und meine Interessen auf jeden Fall gerne mal durch.

Welches war für dich die bislang tollste Challenge – und warum?

Hmm, das ist wirklich eine schwierige Frage. Wie oben schon gesagt, sind viele Challenges sehr unterschiedlich und von daher auch nur sehr schwer miteinander vergleichbar. Im vergangenen Jahr zum Beispiel habe ich an Der göttlichen Lesechallenge von Jule (Miss Foxy Reads) teilgenommen. Das war eine Monatschallenge, wie ich sie oben beschrieben habe und zusätzlich noch eine Teamchallenge, denn alle Teilnehmer waren in eines von drei Teams eingeteilt und jedes Team hat dann noch (zusätzlich) Dreimonatsaufgaben bekommen. Jule hat dabei immer sehr kreative Aufgabe erstellt und auch das Teamprinzip war nicht schlecht, da gab es dann noch einen weiteren Punkt, nach dem man streben konnte.
Ich mag aber z.B. auch sehr die Gesammelte Schätze Challenge, an der ich bereits einige Jahre teilnehme. Dabei geht es darum Monat für Monat die schönsten gelesenen Zitate zu teilen und da ich ohnehin schon immer sehr gerne schöne Sprüche gesammelt habe, war das für mich zum Einen eine logische Ergänzung, zum Anderen ist es mir aber auch eine große Freude auf diese Weise (bei den anderen Teilnehmern) mal auf ganz anderem Wege ein Buch für mich zu entdecken.

Hast du auch schon selbst Challenges organisiert?

Ja, das habe ich bzw. das tue ich. Seit August letzten Jahres gibt es bei mir die „100 Books – Bloggeredition“. Es gibt so viele Listen nach dem Motto „50/100 Books to read before you die“. Und ich als Listenfanatikerin liebe es, Listen abzuarbeiten und wollte aus diesem Grund schon immer einmal solch eine Liste abarbeiten. Wenn ich mir diese Listen aber angesehen habe, waren sie mir immer viel zu einseitig, denn entweder fanden sich dort z.B. nur Jugendbücher, oder aber fast ausschließlich Klassiker. Und so gerne ich auch diese beiden Genre mag: Ich brauche Abwechslung! Deswegen habe ich, zusammen mit Lesern und anderen Bloggern, eine eigene Liste erstellt. Dabei ging es mir darum, dass es auf die eine oder andere Art Herzensbücher sind. Inzwischen habe ich schon mehrere Bücher gelesen, die ich jetzt auch gern auf der Liste nachtragen möchte, aber die 100 ersten Bücher bleiben definitiv und jeder darf erweitern, wie er mag.
Davon abgesehen ist in diesem Jahr die oben schon erwähnte Gesammelte Schätze Challenge bei mir zu Gast. Sie ist schon über mehrere Blogs „gewandert“ und nun organisiere ich sie für dieses Jahr.

100-books-bloggeredition

Was würdest du anderen raten, die an einer Lesechallenge teilnehmen möchten oder sogar vorhaben, selbst eine zu starten?

Unter Teilnehmern gibt es meist zwei Arten. Viele Challenges loben einen oder mehrere Preise für den/die Besten aus. Und wie man sich das dann denken kann, gibt es Teilnehmer, die in erster Linie teilnehmen, um zu gewinnen und solche, die einfach nur der Challenge wegen teilnehmen. Ich finde beides absolut in Ordnung, man muss nur für sich selbst entscheiden, welcher Typ man ist. Danach sollte man sich die Herausforderung suchen. Entweder: Wo gibt es einen Preis, den ich gerne gewinnen möchte? Oder: Welche Challenge reizt mich so, dass ich damit (unter Garantie) Spaß haben werde?
Wenn man selbst eine Lesechallenge veranstalten möchte, sollte man möglichst kreativ dabei sein. Ich finde es schade, wenn man durch andere Blogs schaut und dort auf Challenges stößt, die annähernd identisch zu welchen sind, die man schon kennt. Das Schöne ist ja gerade die Vielfältigkeit und deswegen sollte man sie in meinen Augen auch nutzen.

Und zum Abschluss: Was sind deine aktuellen Lieblingsbücher auf NetGalley?

Zunächst einmal interessiere ich mich sehr für „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“. Das liegt auch schon auf meiner Sommerleseliste, aber bisher habe ich es noch nicht gelesen. Seitdem es auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde, warte ich schon gespannt auf diese Neuerzählung der Eiskönigin, also wird es bald soweit sein. Außerdem möchte ich beizeiten „Auf ewig dein“ von Eva Völler lesen. Ich weiß zwar gar nicht genau, worum es darin geht, aber ich habe gehört, dass Zeitreisen eine Rolle spielen und das reicht mir um zu wissen, dass es meinem Geschmack entspricht! Auch die Biografie von Paul McCartney interessiert mich. Ich liebe die Beatles und bin mir sicher, dass das Leben, das er führte unglaublich facettenreich ist. Wenn ich meine restlichen Rezensionsexemplare abgebaut habe, werde ich das definitiv ein wenig mehr ins Auge fassen. Und dann habe ich noch gesehen, dass auch „Die Tänzerin von Paris“ im Programm ist! Das ist unser aktuelles Buchclubbuch und ich bin sehr gespannt darauf. Ich liebe Paris, ich liebe starke Frauen und ich lese sehr gerne mal historische Romane… Das klingt also nach einer perfekten Kombi!

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und sind gespannt, wer von Ihnen damit zur Teilnahme an einer Lesechallenge motiviert wurde.
Verraten Sie es uns gern in den Kommentaren!

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Ein Kommentar zu “RampenlichtMitglieder im Rampenlicht

  1. Hallo!

    Das ist ja mal ein wirklich interessanter Weg wie man zum Bloggen kommt. Jetzt hab ich Lust bekommen auch mal wieder bei einer (kürzeren) Challenge teil zu nehmen. Ich mache aktuell nur bei der Weltenbummler-Challenge mit. Es gibt nichts zu gewinnen, aber es macht Spaß. Allerdings dauert die Challenge ein ganzes Jahr und da ist durchhalten manchmal gar nicht so leicht.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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