Wie mache ich schöne Bilder von meinen E-Books?

Als professionelle*r Leser*in wissen Sie bereits, wie Sie Bücher auf NetGalley und Ihren Social-Media-Kanälen bestmöglich rezensieren. Wollen Sie Ihre Rezensionen und Beiträge dann auch auf Bookstagram & Co teilen, müssen Sie sich außerdem überlegen, wie Sie Ihre digitalen Hör- und Leseexemplare visuell in Szene setzen möchten. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein! Wie gestaltet man die Rezension eines E-Books auf Bookstagram und anderen Kanälen am besten? Wie macht man ein Foto von einem E-Reader, das mindestens genauso schön ist wie ein Bild von einem Printexemplar? Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, E-Books auf Ihren Bildern optimal zu inszenieren!

Überlegen Sie, wie Sie das Cover zeigen möchten

Wenn Sie einen E-Reader fotografieren, kann das Cover entweder direkt auf dem Bildschirm zu sehen sein und mitfotografiert werden oder Sie nutzen ein kostenloses Tool wie Canva, um das Cover nachträglich in das Foto einzubauen. Auf den ersten beiden Bildern haben wir das Cover einfach mitfotografiert, auf den beiden anderen Bildern wurden die Cover nachträglich mit Canva hinzugefügt.

Wenn Sie Ihren E-Reader mitsamt Cover auf dem Bildschirm fotografieren, müssen Sie darauf achten, dass die Lichter auf dem Bildschirm nicht blenden, das könnte sonst auf Ihrem Bild zu sehen sein. Sie können auch die Helligkeitseinstellungen Ihres E-Reader-, Smartphone- oder Tablet-Bildschirms anpassen, damit er auf dem Foto gut aussieht.
Möchten Sie das Buchcover später einfügen, stehen Ihnen dazu viele kostenlose Web-Programme zur Auswahl (z. B. Canva). Sie können entweder eine hochauflösende Version des Covers von der Website des Verlags herunterladen oder einen Screenshot machen, sofern Ihr E-Reader diese Funktion hat. Screenshots sind praktisch, denn damit sind die Abmessungen automatisch korrekt, wenn Sie das Cover später in das Foto einbauen. In Canva können Sie dann das Buchcover und das Foto mit dem leeren E-Reader-Bildschirm hochladen und das Cover drehen und anpassen, bis Sie zufrieden sind. Weitere Tipps zur Verwendung von Canva als Bookfluencer*in finden Sie hier.

Fotografieren Sie mit natürlichem Licht

Unser wichtigster Tipp für Buchfotografie-Anfänger*innen ist, bei natürlichem Licht zu fotografieren. Suchen Sie sich einen Ort in Ihrer Wohnung oder im Freien, und probieren Sie mal, zu verschiedenen Tageszeiten zu fotografieren, um zu sehen, wann die Fotos am besten gelingen.

Mit Flatlays machen Sie nie etwas falsch

Egal, ob Sie den Bildschirm Ihres E-Readers für die Anzeige von Covern verwenden oder diese nachträglich hinzufügen – Flatlays sind die einfachste Art, Fotos zu inszenieren. Bei einem Flatlay (engl. für “Legebild”) werden Objekte auf einer flachen Oberfläche angeordnet und von oben fotografiert.

In den Kamera-Einstellungen vieler Smartphones gibt es die Option, ein Raster zu aktivieren, das Ihnen bei der Aufnahme anzeigt, ob Sie ihr Handy gerade halten. Damit wird es einfacher, ein perfekt gerades Foto zu machen. Natürlich sind Fotos, bei denen Sie den E-Reader in der Hand halten, auch möglich! Sie brauchen nur eine ruhige Hand und ein gutes Auge, um den E-Reader möglichst gerade bzw. im richtigen Winkel zu halten.

Außerdem kann es hilfreich sein, alle Fotos direkt in quadratischer Form aufzunehmen, wenn Sie sie auf Instagram auch in dieser Form teilen möchten. Auch diese Option können Sie bei den meisten Smartphones in den Kamera-Einstellungen auswählen. Auf Instagram haben so alle Fotos die gleiche Größe und werden nicht (wie beispielsweise rechteckige Fotos) im Profilraster abgeschnitten.

Überlegen Sie sich eine Bildkomposition

Der Begriff Komposition bezieht sich darauf, wie die Elemente eines Bildes angeordnet sind. Dazu gehören auch Ihr E-Reader und alle Requisiten, die Sie hinzufügen möchten. Schauen Sie sich Bookstagram-Fotos an, die Ihnen gefallen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Sie Ihre eigenen Bilder arrangieren möchten – achten Sie aber darauf, dass Sie das Bild oder den Stil eines/einer anderen Bookfluencer*in nicht einfach kopieren.
Je mehr Fotos Sie machen, desto mehr entwickeln Sie ein Gefühl dafür, ob etwas auf Ihrem Foto fehlt oder nicht stimmt. Probieren Sie ruhig verschiedene Dinge aus und experimentieren Sie ein bisschen.

Haben Sie keine Angst, dass Ihre Bilder zu simpel sind

Direkt nach Ihrem Start auf Bookstagram ist es gar nicht so einfach, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie Bilder sehen, die mit vielen verschiedenen Requisiten gemacht wurden. Vergessen Sie deshalb nie: Auf Ihrem Account können Sie machen, was Sie möchten; Sie müssen nicht die Erwartungen anderer erfüllen! Außerdem können gerade auch simple Bilder schön sein. Alles, was es für das Foto unten brauchte, waren eine Decke und ein E-Reader.

Verwenden Sie Requisiten, die Sie sowieso schon haben

Wenn man sich auf Bookstagram umschaut, würde man sich am liebsten die ganzen schönen Requisiten kaufen, die viele Bookfluencer*innen verwenden. Aber schauen Sie sich erst einmal in Ihrer eigenen Wohnung um – wahrscheinlich haben Sie mehr Requisiten für schöne Buchfotos da, als Sie anfangs dachten.
Auf diesem Bild wurden keine besonderen Requisiten eingesetzt, lediglich eine Kaffeetasse, eine Decke und ein Bilderrahmen.

Sie haben wirklich keine Requisiten zuhause? Benutzen Sie andere Bücher!

Wenn Sie jetzt denken: „Ich habe wirklich gar keine Requisiten zuhause!“ – Keine Sorge, schauen Sie mal in Ihr Bücherregal! Auf diesen Fotos wurde einfach das Lesegerät auf anderen Büchern in Szene gesetzt. Der Hintergrund ist damit viel interessanter, als wenn der E-Reader einfach auf einem Tisch liegen würde. Trotzdem braucht es weder viele Requisiten noch viel Zeit für die Inszenierung.

Kombinieren Sie!

Trotz aller Liebe für E-Book-Bilder müssen wir zugeben, dass Fotos, auf denen Printexemplare zu sehen sind, auf Bookstagram beliebt sind. Eine schlaue Möglichkeit ist es deshalb, Ihren E-Reader auf dem Foto mit einem Printexemplar zu kombinieren, z. B. wenn Sie ein gedrucktes Buch derselben Autorin/desselben Autors besitzen.

Arbeiten Sie mit Tiefen-Effekten

Nur weil Sie Flatlays erstellen, heißt das nicht, dass Sie keine Tiefe in Ihren Bildern erzeugen können. In dieser Aufnahme wurde der E-Reader auf ein hohes Wasserglas gelegt, um ihn von den anderen Büchern im Hintergrund abzuheben.

Sie können den Hintergrund auch weichzeichnen, um den Unterschied zwischen dem Cover, das Sie hervorheben möchten, und den anderen Büchern zu verstärken. Viele Smartphone-Kameras bieten einen Porträt-Modus an, mit dem der Hintergrund automatisch weichgezeichnet wird. Auch verschiedene Apps bieten diesen Service an, z.B. die Focos-App.

Machen Sie das Fotografieren zu Ihrer Routine

Wenn Sie Canva verwenden, um Buchcover in Ihre Bilder einzubauen, müssen Sie nicht erst dann Fotos machen, wenn Sie einen Beitrag auf Bookstagram teilen möchten. Machen Sie Fotos von Ihrem E-Reader in verschiedenen Umgebungen, um immer einen kleinen Bildervorrat zu haben, den Sie flexibel einsetzen können.

Nehmen Sie mehrere Fotos auf

Anstatt immer ein Foto zu machen, wenn Sie eines posten möchten, lohnt es sich, kurze Bookstagram-Fotoshootings zu machen. Dabei können Sie mehrere Bilder machen, speichern und später verwenden. Das spart Zeit (weil sie schon alle Requisiten versammelt haben) und bietet die Möglichkeit, nur kleine Veränderungen einzubauen.

Verwenden Sie Fotos mehrmals

Wenn Sie Buchcover erst nachträglich in Ihre Fotos einbauen, haben Sie einen großen Vorteil: Sie können Fotos mehrfach verwenden, indem Sie die Cover oder Screenshots einfach austauschen! Schauen Sie sich diese beiden Fotos an:

Wir haben eines im September letzten Jahres und das andere im Mai gepostet und dabei nur das entsprechende Bild – hier waren es Aufnahmen vom NetGalley-Katalog und der Webseite des Buchblog-Awards – verändert. Niemand hat sich daran gestört, dass wir die gleiche Aufnahme wiederverwendet haben, schließlich geht es ja um den Inhalt. Machen Sie sich also keinen Stress, für jedes einzelne Buch, das Sie zeigen möchten, ein einzigartiges Foto zu schießen. Finden Sie Aufnahmen, die sie gerne wiederverwenden und weiterverwerten.

Lassen Sie sich vom Buch inspirieren

Auch wenn es klug ist, sich einen kleinen „Fotovorrat“ anzulegen, können Sie manche Fotos auch speziell auf ein Buch abstimmen. Auf diesen beiden Fotos sind die Bildkompositionen toll an den Inhalt des Buches angepasst.

Vielleicht machen Sie sich schon beim Lesen Notizen für Ihre Rezension, dann notieren Sie doch auch gleich Ideen für Ihr Bookstagram-Foto!

Filter

Es ist sinnvoll, erst Filter auf das Foto zu legen, nachdem Sie das Cover eingebaut haben, denn dann bleibt alles in der gleichen Farbpalette.
Wenn Sie sich beim Fotografieren langsam sicherer fühlen, haben Sie vielleicht Lust, nicht einfach nur einen Instagram-Filter über Ihr Foto zu legen. Kostenlose Bearbeitungs-Apps voller hilfreicher Tools sind z.B. VSCO und Snapseed.
Wenn Ihre Bookstagram-Seite eine bestimmte Farbpalette haben soll, sind Filter eine gute Möglichkeit, Einheitlichkeit in Ihren Account zu bringen.

Welche Erfahrungen haben Sie schon mit der Aufnahme von Fotos Ihres E-Readers gemacht? Welche Fragen sind noch offen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare unter diesem Beitrag!

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6 Kommentare zu “Wie mache ich schöne Bilder von meinen E-Books?

  1. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich immer so fasziniert bin von den vielen in Szene gesetzten Büchern/Readern. Das sieht immer richtig schön aus und dann streich ich durch unsere Räume auf der Suche nach Hintergründen, Blumen und Co. und denke, mmh irgendwie gefällt mir das nicht, gerade auch wenn beim Reader die Oberfläche so spiegelt, denn ich lese über Tablet. Aber ich werde es dennoch ausprobieren, denn ich lese wirklich viele Ebooks – ein bisschen Spielerei, ein bisschen ausprobieren und ich glaube, das wird dann schon klappen.

    1. Ich hab einen Tipp von einer Bastel-Bloggerin aufgeschnappt: Pappen mit Motiv-Folie z.B. Holz bekleben – grade bei kleinen Fotos ist das praktisch, weil es weniger Platz wegnimmt.

    2. Klingt doch super! 🙂 Und um die Spiegelung des Tablets zu vermeiden, ist ja vielleicht unser Tipp hilfreich, das Cover erst nachträglich in das Foto einzufügen. Viel Spaß und Motivation dir weiterhin!

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